The Sorrow

The Sorrow ©Severin Schweiger

Was haben uns diese Jungs überrascht! THE SORROW aus dem beschaulichen österreichischen Vorarlberg traten vor ziemlich genau 18 Monaten mit ihrem Debut Blessings From A Blackened Sky in Erscheinung und walzten alles nieder, das sich ihnen in den Weg stellte. Eine Band wie man sie vielleicht aus Großbritannien, Schweden oder den USA erwartet hatte, nicht aber eben aus dem deutschsprachigen Raum, betrat das große Heavy Metal Theater. Mit einem starken Erstling auf absolut höchstem internationalen Niveau im Gepäck („Album des Monats im Metal Hammer”, „10x Dynamit im Rock Hard”) eroberten die Burschen um ihren markanten Frontmann Mätze die europäischen Bühnen im Sturm. Weit über 150 Gigs absolvierten THE SORROW, spielten dabei unter Anderem beim Wacken Open Air, Tuska, Nova Rock, Metal Camp und dem Rock Hard Festival (die Bonus CD der limited Edition enthält Songs vom Rock Hard Open Festival!). Man besuchte Finnland und Frankreich genauso wie Berlin, Bochum und Bregenz. Österreichs erfolgreichste Metal Band stand mit Children Of Bodom ebenso auf der Bühne wie mit Heaven Shall Burn, Devildriver, Killswitch Engage und Chimaira und erspielte sich konstant eine solide, ständig wachsende Fangemeinde.

Dabei überzeugten THE SORROW immer auf ganzer Linie. Es braucht nicht erwähnt werden, dass die Herren sich mit einem solchen Auftreten in Windeseile in die erste Liga europäischer Metal-Acts katapultiert haben und das EMP Magazin im Sommer 2007 mit dem Ausspruch „The Sorrow gehört definitiv die Zukunft!” scheinbar Recht hatte. Mit so viel Schub im Rücken hat man sich selbstverständlich besonders ins Zeug gelegt und dem Debut-Album einen echten Kracher folgen lassen.

Mit Origin Of The Storm haben sich THE SORROW selbst übertroffen und liefern ein Album ab, das schon jetzt ein echtes Highlight ist. Ihre gewohnt brachiale und enorm frische Art, einen modernen Metalsound abzufeiern, haben die Herrschaften auf dem neuen Album perfektioniert.

Die Prügelparts gehen noch mehr auf die Zwölf, das Riffing ist ausgefeilter, die Refrains sind noch größer und hymnischer als man es ohnehin schon von der Band gewohnt ist. Dabei bewegt sich THE SORROW klar in der Tradition zeitgenössischer Metalkapellen wie Trivium, In Flames und Slipknot.

Die auf dem Debut noch stärker präsenten Metalcore Passagen sind weiter in den Hintergrund getreten, auch wenn die Band diese Facette nach wie vor in ihren Sound einbindet und sich in allen möglichen Bereichen des Metals austobt. So verstummt jetzt vermutlich auch der letzte Zweifler, der THE SORROW in ihren Anfangstagen noch vorwarf, sie klängen ein Stück weit zu sehr nach Killswitch Engage, denn zu vielfältig ist das, was man auf Origin Of The Storm zu hören bekommt. Ein Killer wie das brachiale „Raising The Devil” lässt im Chorus eher Reminiszenzen an Judas Priest anklingen, als dass man sich in technisch-verkopften Sounds verwickelt. Überhaupt ist die unglaubliche Dichte und Kraft, dieser pure Metal, herausragendes Merkmal des neuen THE SORROW Albums.

Aufgenommen und produziert wurde der Metal-Dampfhammer abermals von Toni Meloni (u.A. Caliban, Tote Hosen) im Principal Studio nahe Münster, in denen THE SORROW zuvor bereits ihr viel umjubeltes Debut eingespielt hatten.

Insgesamt sind THE SORROW eindeutig reifer geworden. Tracks wie „Where Is The Sun?” kommen derart geschlossen und harmonisch daher, dass man die Heimat der Jungs eher im schwedischen Göteborg vermuten würde als in Westösterreich, was auch durch das powervolle, an Amon Amarth angelehnte „Collector Of Tears” unterstrichen wird.

Während das thrashige „Scars” mit einem unwiderstehlichen Mix aus Groove und Harmonie besticht, wird „Heaven Is No Place For us” so manches Schleudertrauma provozieren und bedient sich mit Cradle Of Filth artigen Screams und massivem Powerriffing a la Pantera am breiten Spektrum zeitgenössischer, harter Sounds.

Textlich reflektieren The Sorrow auf Origin Of The Storm weitaus persönlichere Themen als auf ihrem Debut. Es geht um die Enttäuschung und die Wut, verursacht durch Menschen in ihrem Umfeld, die eben den erwähnten Sturm auslösen und einen unweigerlich aus der Bahn zu werfen drohen. Aber es wird auch jenen Menschen Respekt gezollt, die einem in stürmischen Zeiten zur Seite stehen, wie beispielsweise im epischen „Anchor In The Storm”, das eine bisher unbekannte, tonnenschwere Facette von The Sorrow preisgibt.

Power, Energie und Wut gekoppelt mit durchdachten Arrangements und grandiosen Refrains – es scheint als hätte die Band in den vergangenen anderthalb Jahren viel gelernt und die Essenz ihres musikalischen Schaffens auf den Punkt gebracht.

Fazit: Origin Of The Storm ist ein echter Killer und setzt auf das Debut-Album wie zu Erwarten mindestens einen drauf! Macht euch gefasst auf einen Sturm, der die Bühnen der europäischen Clubs in Schutt und Asche legen wird und vor der Bühne die Circlepits in Tornados verwandelt!

Es gibt 2 Kommentare zu “The Sorrow”

  1. hau rein!
    22.06.2010, um 09:06

    wird eine super sache!!

  2. innsbrooklin
    08.05.2010, um 09:27

    coole sache! Sorrow mit der neuen Platte am Burn Out! Hell yeah!

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